Freitag, 31. Juli 2015

Elektricktrick

Ich habe gedacht, ich traue meinen Augen nicht, als ich heute von Crossfit nach Hause ging.
Da hat wieder einmal ein Beispiel der mexikanischen Handwerkskunst zugeschlagen.
Auf dem Weg nach Hause befindet sich ein ziemlich großes und bespanntes Plakat mit irgendeiner Werbung. Um dieses auszutauschen, müssen wohl die Rahmen abgenommen werden, um ein neues Plakat einzuspannen. Womit nimmt man die Rahmen ab? Richtig, mit einer Bohrmaschine. Der werte Herr, der dort am Arbeiten war, hatte aber leider keinen Akku-Schrauber sondern nur so eine richtig fette Bohrmaschine. Diese muss natürlich an ein Stromnetz angeschlossen werden. Und wo bekommt man mitten auf der Straße Strom her? Natürlich aus der Autobatterie. Also Motorhaube auf, Trafo an die Batterie geklemmt, Kabel mit Steckdosenende angeschlossen und schon kann der Spaß losgehen.
Wie gesagt, mexikanische Lösungswege halt. Geht ja, habe ich nur noch nie so gesehen.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Tocumbo

Gerade mal einen Block von meiner Wohnung entfernt gibt es diesen Laden "Tocumbo". Es hat  ziemlich lange gedauert, bis ich ihn für mich entdeckt habe. Obwohl mich meine Mitbewohnerin direkt in der ersten Woche schon dort hin mitgenommen hat.
Wahrscheinlich habe ich einfach die falsche Geschmacksrichtung getroffen und bin danach nie wieder dort hin gegangen.
Bis vor 3 Wochen oder so. Ein Freund hat uns seine persönliche Lieblingmischung von Frucht-Wasser probieren lassen. Nur ein Produkt von dort. Und seit dem ist Hibiskus-Limetten-Wasser regelmäßig mit zu uns nach Hause gewandert (vor allem auch durch Robin).
Neben diesen Wässerchen gibt es auch noch Wassereis am Stiel in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Fruchtig und Milcheis. Teilweise mit Fruchststücken (z.B. Kiwi).
Noch eine Art Slush-Eis, das ich bis jetzt aber nur bei Leuten gesehen habe, die den Laden verlassen haben und selber noch nichts davon probiert habe.
Natürlich gibt es auch noch die klassische Kugel Eis im Becher. Auch hier zig verschiedene Sorten unterteilt in Frucht- und Milchspeiseeis.
Das Verrückteste ist dann aber wohl die Ecke mit dem Mais. Ich habe schon mal (müsste letztes Jahr gewesen sein) beschrieben, dass die Mexikaner gerne Mais im Becher oder in ihrer aufgeschnittenen Tüte Nachos essen. Genau das gibt es dort auch. In der Mitte des Geschäfts steht dann noch ein Mini-Büffet, an dem man sich seine Lieblings-Zutaten auf den Mais tuen kann. Das sind neben Limetten auch Salsas (verschiedene Schärfegerade), Chilipuder, Mayonaise, Käsesoße, eine Art Creme Fraiche und Jalapeños.
Und wenn man den Laden sieht, denkt man sich erst mal wie sich so etwas überhaupt halten kann. Aber wenn man sich dann (bevorzugt mit einem Eis) davor setzt, bekommt man überhaupt mal mit, wie viele Leute auch einfach mit dem Auto vorfahren und etwas zum Mitnehmen holen. Und die meisten gehen eh nur rein, holen sich was sie wollen und gehen weiter. Deswegen sieht es immer irgendwie leer aus, aber andererseits ist auch immer mindestens ein Kunde dort und jeder mit dem ich bis jetzt darüber gesprochen habe, kennt diesen Laden.
Da das Ganze natürlich auf meinem Weg zu Rainbow liegt und ich mittlerweile die Vorzüge kenne (und mich auch schon großzügig durch das Eis probiert habe), bedarf es ganz schöner Beherrschung, nicht zur Mittagspause mal eben noch etwas zu holen. Vor allem bei min. 35°C, die wir um diese Zeit hier im Moment immer haben.

Sonntag, 26. Juli 2015

Einmal Hölle und zurück

Samstag morgen ging es ganz normal um halb 8 zur Arbeit. Nur für kurze Zeit, da ein Kind den Unterricht abgesagt hat. Also gegen 11 schon wieder nach Hause. Wo die Überraschung auf mich wartete. Kein Licht, kein Internet, kein Strom. Die "Hausmeister" von Rainbow sind vorbeigekommen, um nachzuschauen ob sie was machen können. Konnten sie aber nicht. Also den Elektriker angerufen, der aber erst später kommen konnte.
So weit, nicht gut. Zwar konnte ich mir mein Mittagessen kochen, da wir einen Gasherd besitzen, aber dadurch wurde die Wohnung noch heißer, als sie eh schon war. Schnell alles aufgegessen und alles eingelpackt und wieder zurück zu Rainbow, denn zu dem Zeitpunkt war die Mittagshitze bei locker über 35°C angekommen und die Wohnung ein Backofen.
Bis 3 Uhr konnte ich die Annehmlichkeiten von Rainbow genießen, dann ging es zurück in die Hitze-Hölle. "Zum Glück" musste ich um 5 Uhr wieder arbeiten (Spanisch-Unterricht habe ich abgesagt, ohne PC und bei der Temperatur wäre das nichts geworden).
Nach der Arbeit war ich noch einkaufen, denn mein Mitbewohner Theo hatte mir mittlerweile geschrieben, dass das Licht und Internet wieder da ist und das auch der Kühlschrank wieder funktioniert. Also konnte wenigstens das Essen nicht mehr schlecht werden.
Trotzdem war es immer noch ziemlich warm. Egal, kann man ja wohl mal einen Abend aushalten. Theo hat unterdessen die Fluch angetreten und übernachtete bei Freunden. Norma (die im Moment einzige weitere, die noch hier ist, der Rest ist im Urlaub) hat einen Ventilator in ihrem Raum.
Ich habe versucht, so lange wach zu bleiben, bis ich richtig müde war und quasi von alleine einschlafe, so dass die die Hitze mir da keine Probleme bereitet.
Dabei hat mir mein Fächer übrigens ziemlich geholfen, denn jedes Mal wenn der Schweiß wieder auszubrechen drohte, habe ich mal gut gefächert und so ein bisschen Luft bewegen können.
Die Nacht war dann wie zu erwarten schrecklich. Alle halbe Stunde aufwachen, vor Hitze nicht zu wissen, ob man sich überhaupt bewegen soll, mit dem Fächer etwas Erfrischung schaffen und eine neue trockene Stelle auf den Kissen finden.
Heute bin ich dann früh schon aufgestanden um mich in der Dusche von dem nächtlichen Schweiß zu befreien und etwas abzukühlen. Zweites gelang nicht wirklich, da selbst das Wasser nur noch pipiwarm aus den Rohren kam. Als ich überlegt habe mir Frühstück zu machen, kam die Nachricht ob ich nicht gerne Frühstücken gehen möchte. Natürlich (nur raus aus diesem Brutkasten) habe ich zugesagt.
Nach leckeren Frühstück-Crepes ging es kurz ins Einkaufszentrum (etwas Beute wurde auch gemacht). Dann sollte eigentlich der Elektriker kommen, tat er aber nicht und ich habe dann lieber bei Freunden auf eben diesen gewartet. Zwei Stunden zu spät hat er dann endlich unser Haus erreicht und auch das Problem gefunden und behoben (die 220V Leitung war nicht richtig im Stromzähler angeschlossen, so wie ich das verstanden und gesehen habe (die normalen Leitungen mit 110V haben eine eigene Verbindung gehabt)). Da wir aber mittlerweile mit einigen Leuten in der anderen Wohnung zusammen saßen, sind wir danach wieder zurück um dort den Abend ausklingen zu lassen.
Und jetzt sitze ich hier, habe mein Zimmer in einen Kühlschrank verwandelt (so fühlen sich die 24°C im Gegensatz zum Flur auf jeden Fall an) und gucke mir ein paar Videos von den Crossfit Games an, die dieses Wochenende stattgefunden haben.

Freitag, 24. Juli 2015

Not amused

Wie wahr sind doch die Worte der Queen...

Not amused Tasche packen
Not amused Selfietime
Not amused Bus fahren
Not amused Mittag essen gehen
Not amused durch die Stadt spazieren
Not amused chillen
Not amused zu Crossfit laufen 
Not amused frühstücken
Not amused kuscheln
Not amused zum Flughafen fahren
Not amused auf Boarding warten

Wir ihr seht bin ich nicht sehr begeistert...

Montag, 20. Juli 2015

Psssst. Geheimnis

Wir gehören dazu.
Wir wurden so zusagen auserkoren. Aber Pssssst. Das ist geheim!

Nicht jeder darf da rein.
Vielleicht will auch gar nicht jeder hier rein nach den Bildern.
 Man munkelt sogar nicht alle kommen wieder raus.
 Diese Bilder sollen gar die einzigen weltweit von diesem einzigartigen Ort sein.
 Aber heute lüften wir das Geheimnis!
Nach dem man in dem oben gezeigten Raum ein paar Codewörter zu einer Stimme aus dem nichts übermittelt und einige Tauschgegenstände, bevorzugt Münzen und Scheine, in eine dafür vorgesehene Klappe wirft, öffnet sich nach kurzer Zeit die geheime Schiebetür zur Rechten. Der dort hinterliegende, verließähnliche Verschlag wird nur durch sehr gedimmtes Licht erhellt und das Gefühl beobachtet zu werden verlässt einen nicht. Angekommen an dem einen Ende dieser Kammer erhält man das Gefahrgut, gut getarnt in einer unauffälligen Box dessen Größe je nach Anzahl der Codewörter sowie Tauschgüter variiert. Nach einem, von leichter Angst begleiteten Sprint in die Freiheit kann man einen ersten Blick auf das Ergatterte erhaschen:



ES GEHT UM DONUTS!!!!
Die verdammt nochmal leckersten Donuts die man je gegessen hat.
Der Laden trägt seinen Namen "The Secret Donut Society" jedoch nicht umsonst. Werbung gibt es nur auf Facebook und der oben gezeigte Keller ist wirklich gut in einem Gebäude versteckt und nur durch dieses doch relativ unscheinbare Schild von außen zu erkennen.
So oder so lohnt sich die Mühe auf jeden Fall. Der Preis ist mit knappen 10€ für 4 Mörderdinger zwar nicht gerade billig aber die Donuts sind auch deutlich größer, besser belegt und rund herum besser als die die man beim normalen Bäcker so bekommt. Außerdem kann man beinahe von einem kleinen Abenteuer sprechen wenn man seine Donuts ergattert hat, zumal es auch gar nicht so einfach ist welche zu erwischen. An 6 Tagen in der Woche werden 2x 100 Donuts produziert. Bei unserem ersten Besuch sind wir eine Stunde nach der Öffnung am Nachmittag mit leeren Händen nach Hause gegangen, bei unserem erfolgreichen Besuch haben wir wenige Minuten nach der Öffnung mit 10 Leuten zusammen Schlange gestanden, nicht wenige haben direkt die größere Schachtel die 9 Donuts beherbergt mitgenommen.

Trotz circa 2 Stunden leichter Übelkeit und wenig Bewegung nach Verspeisen dieser kleinen Göttlichkeiten könnte mich nichts davon abhalten es noch einmal zu tun!